«Mit 'Distances' liegt nun das Debutalbum der sympathischen Schweizer Band vor. Kaum ein Jahr nach Bandgründung würde der Vertrag mit Dying Culture unterschrieben, das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist ab 26. Mai 2003 in jedem gut sortierten Fachhandel erhältlich.
Auf dem Album finden sich einige Songs, die schon auf der selbstproduzierten EP 'Blind?' vertreten waren, doch in gänzlich anderen Versionen. Neben neuen Synthlinien und einigen Samples wurden auch die Vocals zum Teil neu eingesungen, da sich die Gesangslinien (zB bei 'Guardian Angel') auch etwas verändert haben. Trotz oder gerade durch diese Veränderungen reihen sich Songs wie 'Now Or Never' perfekt ins Gefüge der CD.
Eine abwechselungsreiche CD und trotzdem wie aus einem Guss. Stehen am Anfang der CD noch treibende Songs wie 'Memories' und 'Deception', ändert sich die Mixtur im letzten Drittel des Albums gewaltig. Mit 'Answers', einem traurigen Popsong, wurde ein Song geschaffen, der das Herz berührt - die Sehnsucht nach einer nicht erreichten Liebe hat wohl jeden schon mal an den Rand des Wahnsinns getrieben. Bei dem folgenden 'Pause' wird die Stimme des Frontmanns durch verschiedene Maschinen geschickt. Den Abschluss der CD macht die Ballade 'Apart', ruhige Synthflächen und Klavierbegleitung zeigen mal wieder eine andere Seite der Band.
Vielschichtige Kompositionen, irgendwo zwischen VNV Nation und Depeche Mode, die alle eines gemein haben: Eingängigkeit. Wie schon beim Vorgänger wurde darauf geachtet, jedem Song einen harmonischen Refrain zu verpassen - so spielen sich NamNamBulu in die Herzen neuer Fans.
Der Stil der (noch erhältlichen) EP 'Blind?' wurde beibehalten, doch durch schmückendes Beiwerk noch attraktiver gemacht ohne die Songs zu überladen. Vor allem die markante Stimme von Henrik Iversen ist jederzeit kraftvoll und warmherzig und verwandelt Vasi Vallis Kompositionen in Futurepophymnen mit Trance und technioden Einflüssen – das nächste grosse Ding im Futurepop-Geschäft?.
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