«Der neueste Export aus dem Alpenstaat Schweiz, nach der Future Pop Band KARTAGON (wir berichteten), heißt NAMNAMBULU. Wenn auch der Name eher an Dschungelmusik erinnert, wird man bei den ersten Klängen merken, dass dies absolut nicht der Fall ist. Wer weiß, was die zwei Musiker Henrik Iversen (Text/Gesang) und Vasi Vallis (Komposition/Synths) dazu bewegt hat diesen Bandnamen zu wählen. Fakt ist, dass die CD schon beim ersten Stück Lust auf mehr macht.
Mir war NAMNAMBULU zugegeben bisher noch kein Begriff, auch wenn sie seit 2002 bestehen, nur acht Monate nach der Gründung von NNB eine EP mit sechs Songs in Eigenregie veröffentlicht haben und nur sieben Wochen nach Veröffentlichung der EP, sich einen Namen und eine Präsenz in der elektronischen Gemeinschaft geschaffen haben, welcher die Schweiz, Deutschland, Amerika, Kanada, Italien und Frankreich umfasst.
Umso mehr freut es mich das erste Album „Distances“, welches schon im Juli letzten Jahres veröffentlicht wurde, nun im heimischen CD Player zu haben und euch etwas darüber zu erzählen.
Wie in einigen anderen Reviews als 'Schweizer Antwort auf VNV NATION' betitelt, sind bei NNB zwar Parallelen herauszuhören, aber man würde dem Duo absolut Unrecht damit tun, wenn man ihnen vorwirft besagte Größen wie VNV NATION kopieren zu wollen.
Eine Kopie ist die Musik der Schweizer nicht. Die Mischung von Henrik Iversens dominanter Stimme, die durchaus einen Wiedererkennungswert hat, mit Einflüssen von 80er Jahre Musik und treibenden Beats lassen einen an Bands wie DEPECHE MODE, DEINE LAKAIEN und CAMOUFLAGE erinnern, wobei NNB trotzdem ihren ganz eigenen Stil haben.
Die vier neuen Versionen von 'Now Or Never', 'Guardian Angel', 'Surviving' und 'Ignorance', die von der 'Blind?' EP stammen, wurden komplett neu eingespielt und eingesungen.
Der Opener 'Memories' und auch das zweite Stück 'Beaten' bestechen durch ihre harten Beats, wobei ein bisschen der nicht zu verleugnete Sound von VNV NATION rüberkommt, was aber mittlerweile sehr viele Bands in dieser Musikrichtung nutzen, weil die Beats einfach zum Tanzen einladen. 'Guardian Angel' dagegen ist mit seinen eher futuristischen Klängen und der traurig- schönen Stimme von Henrik ein wunderschönes Stück wie auch 'Ignorance' das sehr ruhig ist und zum Träumen einlädt. Das melancholische 'Apart' mit seinen Klavierklängen rundet das Album sehr schön ab.
Es ist sehr schwer einen Favoriten auszuwählen da alle Songs irgendwie das gewisse Extra haben.
Auf die Homepage der Schweizer kommt ihr hier: [http://www.namnambulu.com]
Zu guter Letzt habe ich noch einen TV Tipp. Am 29.02.2004 wird der Videoclip von 'Memories' im Sonic Seducer SchattenreichTV auf dem Musiksender Onyx zu sehen sein.
Außerdem werden NNB, wie ihr sicher schon gesehen habt, auch auf dem WGT 2004 in Leipzig live zu sehen sein.
Anspieltipps: 'Memories', 'Beaten', 'Apart'
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