« namnambulu - "distances"
(CD 11 Tracks, 57.24 Minuten)
Das Jahr 2003 neigt sich dem Ende zu, und ein Blick in die CD-Rezensionen auf unserer Basement Club Site hat mir wahrhaft Schreckliches offenbart: Das Album "Distances" von NAMNAMBULU, erschienen irgendwann im Sommer 2003, findet keinerlei Erwähnung :-(
Man munkelt, dass NAMNAMBULU von niemand geringerem als Ronan Harris von VNV NATION entdeckt worden sein sollen. Wie auch immer - Mitte Dezember darf ich sicherlich ruhigen Gewissens behaupten, dass die beiden Schweizer, die hinter diesem Projekt stecken, mit ihrem Debüt "Distances" das mit Abstand beste Synthpop-Album abgeliefert haben, das mir im Laufe dieses Jahres in den CD-Player kam. In meiner ganz persönlichen All-Times-Hitlist rangiert diese CD im Bereich Synthpop auf jeden Fall unter den Top 3 ...
Erschreckend, dass Leute, die ich für recht musikbewandert halte, diese Ausnahmeband nicht einmal kennen?! Grund genug, mich hier zu ein paar Schwärmereien hinreißen zu lassen.
Die irre melodiösen und extrem tanzbaren Tracks haben mich mehr oder weniger durch den ganzen Sommer begleitet, immer wieder habe ich "Distances" gehört. Für mich nahezu perfekter Electropop: Die einzelnen Stücke bauen sich richtiggehend auf, und teilweise entsteht dabei eine tolle Gänsehaut -Atmosphäre, die mich gar nicht mehr loslässt. Die Stimme ist klar und unverzerrt und fügt sich perfekt in die synthetischen Klanglandschaften ein. Hier reiht sich wirklich eine Synthpop-Perle an die andere, es gibt keinen schwachen Track. Besonders zu erwähnen sind - wenn überhaupt - "memories", "beaten", "guardian angel" ... eigentlich alle! Das Album frisst sich nur so in die Gehörgänge, und ganz ehrlich - ich denke, ich war noch nie so uneingeschränkt angetan von einer CD. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern ...
Absoluter TIPP !!!
Jörg
» |